Glücklich sein?

Was heißt eigentlich das man glücklich ist oder Glück hat? Die Suche nach dem ultimativen Glück begleitet unser Leben von Kindesalter an und nimmt gefühlt überproportional im Laufe des Lebens zu. Aber was jagen wir da eigentlich hinterher? Was ist Glück?

Mit einigen hoffentlich inspirierenden Geschichten und Anekdoten wollen wir das Lebensziel “Glück” auf den Grund gehen und so Hilfestellung bieten, das ihr euer Glück im Leben finden könnt.

Aber was ist denn die Realität?

Machen wir uns nichts vor. Wenn Du jetzt gerade glücklich bist und alles erreicht hast, was auch immer das für Dich bedeutet, was Du Dir vorgestellt hast, würdest Du hier jetzt nicht lesen. Die Wahrscheinlichkeit ist also ziemlich groß, dass Dir irgendetwas im Leben fehlt, um wirklich glücklich zu sein. Aber was? Wir versuchen der Sache mal auf den Grund zu gehen.

Wir müssen erst einmal Glück von glücklich sein unterscheiden. Zwei sehr ähnliche Wörter, die aber eine unterschiedliche Bedeutung haben.

Glück:

  1. etwas, was Ergebnis des Zusammentreffens besonders günstiger Umstände ist; besonders günstiger Zufall, günstige Fügung des Schicksals
  2. das personifiziert gedachte Glück; Fortuna
  3. a. angenehme und freudige Gemütsverfassung, in der man sich befindet, wenn man in den Besitz oder Genuss von etwas kommt, was man sich gewünscht hat; Zustand der inneren Befriedigung und Hochstimmung
    b. einzelne glückliche Situation; glückliches Ereignis, Erlebnis

Glücklich:

  1. a. vom Glück begünstigt; erfolgreich
    b. vorteilhaft; günstig
  2. von froher Zufriedenheit, Freude, Glück erfüllt

Von Fügung, Schicksal oder günstiger Zufall wollen wir uns hier nicht leiten lassen, sondern ergründen, was wir, aktiv, dazu beitragen können, glücklich zu sein.

Tja, leichter gesagt als getan. Denn was bedeutet denn glücklich sein überhaupt? Okay, das sagt der Duden: von froher Zufriedenheit, Freude, Glück erfüllt zu sein. Aber für Dich bedeutet Freude oder Zufriedenheit, sicherlich etwas anderes als für mich oder Deinem Nachbarn.

Machen wir mal einen Ausflug in den Fussball. Wenn Du z.B. Dortmund-Fan bist und ich Werder-Fan, beide gegeneinander spielen und Werder gewinnt, dann freue ich mich – Du bestimmt aber eher nicht ;-). Aber ist das wirklich das Glück, was wir im Leben suchen? Ich denke eher nicht. Also muss Glück größer sein.

Der Engel von Jangtse

Vor einigen Monaten habe ich mal einen Bericht im Fernsehen gesehen, der mir sehr nah ging. Es ging dort um einen Mann in China, der unter der Woche in einer Transportfirma arbeitet und seit 15 Jahren jedes Wochenende von 8–17 Uhr mit seinem Motorroller eine Brücke auf und ab fährt. Verrückt denkt ihr? Oh nein!

Er opfert seine freien Wochenenden, seit 15 Jahren, um anderen Menschen zu helfen! Die Brücke, die er befährt, ist die Jangtse-Brücke in der chinesischen Stadt Nanjing, die in 24 Metern Höhe über den gleichnamigen Fluss führt. Von dieser Brücke haben sich bereits tausende Menschen in den Suizid gestoßen. Was macht der Mann, der Chen Si heißt, dort also? Er versucht die Menschen vor dem Suizid zu retten. Schon über 330 Menschen hat er nach eigenen Angaben davor gerettet, von der Brücke zu springen und sich so ihr Leben zu nehmen.

Aber damit ist nicht Schluss. Er hat eine eigene Unterkunft für die Geretteten geschaffen und bietet ihnen für einige Tage einen Zufluchtsort. Er versucht dort, in langen und persönlichen Gesprächen, die Situation der Menschen zu ergründen und wieder auf die richtige Bahn zu bringen.

Alleine beim Schreiben der Geschichte merke ich, wie Ehrfurcht und etwas wohliges durch mein Körper strömt. Dieser Mensch ist der Hammer! Chen Si ist nicht reich, verbringt seine Zeit nicht mit Videospielen, Netflix gucken oder shoppen, nein, er hilft in seiner Freizeit anderen Menschen. Ist das Glück? Anderen Menschen zu helfen, ist einer der Glücksbringer überhaupt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass der Körper überdurchschnittlich viele Glückshormone ausschüttet, wenn wir anderen Menschen helfen.

Schon einmal beobachtet, wie ihr euch fühlt, wenn ihr in der Straßenbahn einer älteren Person den letzten Sitzplatz überlasst oder einer Frau mit Kinderwagen beim Aussteigen helft? Richtig, da sind die Glückshormone am Werk!

Aber ist das jetzt das Glück was wir suchen? Wir können ja nicht alle auf unseren Motorrollern eine Selbstmordbrücke entlangfahren und Selbstmörder retten. Also muss es noch weiter gehen.

Glück = Geld?

Häufig wird Glück und Zufriedenheit mit materiellen Dingen gleichgesetzt. Wenn ich ein Haus habe, das bestimmte Auto fahre oder die Klamottenmarke trage, dann habe ich es geschafft.

Das Problem dabei ist aber, dass die Messlatte immer weiter in die Höhe geschraubt werden muss, um eine Befriedigung aus dem Konsum zu erlangen. Erst ist es der Urlaub im 2* Hotel auf Mallorca, dann die Rundreise in Florida und als nächstes der 5* Urlaub auf den Malediven.

Klar ist es schön, wenn man genügend Geld hat, um möglichst sorgenfrei sein Leben leben zu können und nicht Ängste oder Befürchtungen haben muss, wie man die nächste Mahlzeit bezahlen soll.

Aber was hilft mir ein Jahreseinkommen von über 100.000€ brutto, wenn ich 12–14 Stunden am Tag arbeite, meine Gesundheit gefährde und meine Kinder nicht aufwachsen sehe? Bin ich dann glücklicher?

Glück und Zufriedenheit setzt sich also aus vielen Puzzlestücken zusammen.

Säulen des Glücks:

  • Beruf & Karriere
  • finanzielle Sicherheit
  • Aus- & Weiterbildung
  • Familie
  • Hobbies
  • persönlicher Weiterentwicklung
  • Gesundheit
  • Freunde
  • ehrenamtliche Tätigkeiten

Aus meiner Erfahrung ist es wichtig, mindestens in 4 Säulen eine positive Zufriedenheit zu erlangen, um wirklich glücklich und zufrieden durch das Leben zu gehen.

Wer zu viel auf eine Karte setzt, geht All-In und damit ein sehr großes Risiko, dort enttäuscht zu werden und sprichwörtlich “Schiffbruch” zu erleiden.

Wir kennen es alle von uns selbst oder aus unserem Bekanntenkreis: eine Person die ihre ganze Identifikation in den Beruf und die Karriere legt und das private Umfeld komplett vernachlässigt, verliert den Boden unter den Füßen, wenn die Gesundheit und die wirtschaftliche Situation dazu führt, dass diese Person den Job nicht mehr nachgehen kann. Diese Person steht vor einem Trümmerhaufen des Lebens.

Wer Du aber mehrere Säulen hast, auf denen Deine Identität aufbaut, tragen die anderen Säulen die bröckelnde oder kollabierende Säule und sorgen so weiterhin dafür, dass Du Kraft und Motivation hast, Dein Leben weiterhin positiv zu gestalten.

Was jetzt?

Wenn Du also diesen Beitrag bis zum Schluß gelesen hast, scheint Dein Leben aus der Balance geraten zu sein und die nicht genügend in den Aufbau der Säulen in mehreren Lebensbereichen investiert zu haben. Nicht immer kostet das Geld – sehr häufig sogar nicht!

Also, UNSCREW YOUR LIFE und suche Dir gezielt 2–3 Säulen aus, in denen Du verstärkt investieren möchtest und so selbst dazu beiträgst, Dein Leben glücklicher und zufriedener zu leben.

Was meinst Du – schaffst Du das? Lass es mich bitte wissen und erzählt eure Geschichten! Ich freue mich über jeden Kommentar und hoffe, dass ihr schon bald glücklicher und zufriedener in die Gegenwart blicken könnt.

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